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Der Mensch verschläft ein Drittel seines Lebens. Klingt nach Zeitverschwendung? Das ist Schlaf aber keineswegs! Schlaf entgiftet das Gehirn, beeinflusst den Stoffwechsel und noch vieles mehr.


Was ist Schlaf überhaupt?

Schlaf kann als Phase der Regeneration, Reparatur und Erholung bezeichnet werden und ist in ca. 90-minütige Zyklen unterteilt. Diese sind wiederum aus verschiedenen Schlafstadien zusammengesetzt: dem Leicht-, Tief-, und REM-Schlaf. Eine „gesunde“ Nacht besteht aus 60% Leicht- und je 20% Tief- und REM-Schlaf.


Die Leichtschlafphase

Nach einer kurzen Einschlafphase befindet man sich nach wenigen Minuten in der Leichtschlafphase. Der Organismus bereitet sich auf den Tiefschlaf vor. Körpertemperatur und Blutdruck sinken leicht, Herzfrequenz bzw. Puls, Atmung, Augenbewegungen und unsere Sinneswahrnehmung werden zunehmend entspannter.


Die Tiefschlafphase

Dein Gehirn schaltet auf Stand-By, jetzt geht es hauptsächlich um den Körper. Muskeln entspannen sich, Augenbewegungen bleiben aus, Wachstumshormone werden freigesetzt, Knochen, Gewebe und Zellen regenerieren.


Die REM-Schlafphase

REM steht für Rapid Eye Movement und heißt übersetzt „schnelle Augenbewegung“. In diesem Stadium ist das Gehirn sehr aktiv, während der Körper wie gelähmt ist. Lebhafte Träume finden meist im REM Schlaf statt. Weiterhin werden Tagesereignisse und Emotionen verarbeitet, Informationen geordnet und im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Gesunder Stress am Tag, gesunder Schlaf in der Nacht


Stress wird fälschlicherweise als etwas per se Negatives angesehen. Wir brauchen aber ein gesundes Maß an Stress, um unseren täglichen Anforderungen gerecht zu werden und unser optimales Energieniveau zu erreichen. Ausreichend Stress am Tag führt zu einer wohligen Erschöpfung, die uns nachts gut schlafen lässt, während erholsamer Schlaf eine Grundvoraussetzung für Wachheit und Zufriedenheit am Tag darstellt.



La Le Lu – ich komm heute nicht zur Ruh



Zuviel Stress oder der falsche Stress (Disstress) raubt uns dagegen den Schlaf, indem er die Umstellung auf den Schlafzustand hemmt. So sinkt normalerweise ab dem frühen Abend der Kortisol-Spiegel und erreicht nachts zwischen 2 und 4 Uhr seinen Tiefpunkt. Parallel dazu steigt die Melatonin-Produktion und erreicht ihren Höhepunkt ebenfalls zwischen 2 und 4 Uhr. Sind wir massiv gestresst, fällt der Kortisol-Spiegel nicht weit genug ab und Melatonin wird unzureichend abgesondert. Dadurch bleibt die Hirndurchblutung erhöht und der Schlaf bleibt aus oder führt nicht zu Erholung, was uns wiederum stressanfälliger am darauffolgenden Tag macht.


Schlafmangel macht dick, dumm und krank



-klingt hart, ist aber so. Im Schlaf haben Gehirn, Psyche und Darm ausreichend Zeit zu regenerieren. Der Darm kann jetzt in aller Ruhe ungestört verdauen. Wie viel Schlaf man benötigt, ist individuell unterschiedlich, das absolute Minimum liegt bei 6 Stunden.
Zu wenig Schlaf führt dazu, dass wir zu viel essen. Grund dafür ist die mangelnde Bildung des Hormons Leptin, welches bei ausreichender Nahrungsaufnahme als „Essbremse“ funktioniert und das Sättigungsgefühl einleitet. Steht nicht genügend Leptin durch Schlafmangel zur Verfügung, tritt die Sättigung deutlich später ein und es wird mehr gegessen. Hinzu kommt, dass man bei einem Leptinmangel besonders energiereiche Lebensmittel, wie Weizen und Zucker bevorzugt. Schlafmangel macht uns also dick.
Leptin regelt aber nicht nur das Sättigungsgefühl, sondern wirkt auch entzündungshemmend. Je weniger Leptin, desto wahrscheinlicher kommt es zu chronischen Entzündungen und somit zu einer kranken Darmflora und einem schwachen Immunsystem.
Zu wenig Schlaf verändert auch den Zuckerstoffwechsel. Körperzellen werden dem Stoffwechsel-Hormon Insulin gegenüber unempfindlicher und das kann auf Dauer zu Diabetes führen. Schlafmangel macht uns also krank.
Auch für die Hirngesundheit ist die Schlafdauer von großer Bedeutung. Schlaf reinigt unser Gehirn von Giftstoffen, die sich über den Taghinweg angesammelt haben. Werden diese nicht ausreichend abtransportiert, erhöht das die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken. Grundsätzlich gilt: Wer lernen will, muss genug schlafen. Wissenschaftler vermuten, dass das Gehirn während des Tief- und REM-Schlafs alles verarbeitet, was am Tag erlebt wurde. Nur durch Schlaf können Erinnerungen im Gedächtnis verankert werden. Ohne Schlaf kein Gedächtnis- Schlafmangel macht uns also auch noch dumm.


Schönheitsschlaf – Wahrheit oder Mythos?


Im Schlaf schüttet der Körper vermehrt Wachstumshormone aus. Sie sogen für Zellerneuerung, lassen Wunden heilen und regenerieren die Haut. Im Knochenmark wird frisches Blut gebildet und Muskeln wachsen. Schlaf macht tatsächlich schön.



Tipps für einen gesunden Schlaf

  1. Das richtige Abendessen
    Verzichte auf fettige, schwer verdauliche Nahrungsmittel vor dem Schlafengehen.

  2. Notizbuch auf dem Nachttisch
    Schreibe dir Gedanken, die dich vom Einschlafen abhalten, einfach auf. So brauchst Du keine Angst zu haben, sie zu vergessen und kannst beruhigt einschlafen. Probier es aus – es funktioniert!

  3. Weg mit dem Handy!
    Studien haben gezeigt, dass das blaue Licht von elektronischen Geräten wie Handy, Laptop und auch E-Book-Readern die Melatonin Ausschüttung verzögert und dazu führt, dass wir schlechter schlafen.

  4. Kein Alkohol vor dem Schlafengehen
    Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, sorgt aber dafür, dass wir in der zweiten Nachthälfte weniger tief schlafen.

  5. Tagsüber auspowern
    Bewegung und auch geistige Forderung über Tag sind wichtig, um en Körper müde zu machen. Direkt vor dem Schlafen sollte aber auf zu viel Bewegung verzichtet werden.

  6. Rituale entwickeln
    Rituale helfen beim Einschlafen. Nimm Dir eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen und gestalte diese ganz bewusst. Beispiele sind Tagebuchschreiben, Meditieren, Hörbuchhören. Zu aktiv sollte dein Ritual aber nicht sein!

Das FitterYOU-Team wünscht Dir eine erholsame Nacht